Grundlagen

Was ist Fair Value?

Der Begriff klingt nach Bilanzbuchhaltung — und genau daher stammt er auch. Wir erklären, was Fair Value bedeutet, warum er sich gut auf Gebrauchtgüter übertragen lässt, und weshalb eine Spanne ehrlicher ist als ein einzelner Preis.

Die ursprüngliche Definition

Fair Value, zu Deutsch etwa "beizulegender Zeitwert", ist ein Begriff aus der internationalen Rechnungslegung. Er beschreibt den Preis, der bei einer Transaktion zwischen sachkundigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien zustande käme — also einen Wert, der weder durch Verkaufsdruck noch durch Liebhaberei verzerrt ist.

Warum das Konzept zu Gebrauchtmärkten passt

Auf Plattformen für Gebrauchträder oder Immobilienanzeigen treffen Käufer ständig auf Preise, die alles andere als "fair" im oben genannten Sinn sind. Verkäufer inserieren bewusst über dem realistischen Marktwert, um Verhandlungsspielraum zu haben. Käufer wiederum unterbieten häufig aus Prinzip. Der tatsächlich erzielte Preis liegt fast immer irgendwo dazwischen — und genau diesen Punkt versuchen unsere Rechner zu treffen.

Warum eine Spanne, kein Festpreis

Ein einzelner Zahlenwert suggeriert eine Präzision, die der Gebrauchtmarkt schlicht nicht hergibt. Zustand, regionale Nachfrage und Verhandlungsgeschick beeinflussen den tatsächlich erzielten Preis spürbar. Eine Bandbreite — etwa "zwischen 1.480 € und 2.460 €, mit einem wahrscheinlichsten Wert um 2.150 €" — bildet diese Realität ehrlicher ab als eine vermeintlich exakte Zahl.

Wie myfairvalue.de das umsetzt

Unsere Rechner sammeln kontinuierlich Marktdaten, bereinigen sie um bekannte Verzerrungen wie überhöhte Angebotspreise und leiten daraus statistisch eine Wertspanne ab. Die genaue Methodik unterscheidet sich je nach Assetklasse, das Grundprinzip bleibt aber gleich. Mehr dazu auf unserer Methodik-Seite.